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Studienauftrag Quartierentwicklung Brunnenwiesen, Dällikon

Städtebaulich steht die Identifikation mit dem Ort im Vordergrund. Die unmittelbare Umgebung bietet aufgrund ihrer gemischten Nutzung sowie der locker verteilten, ein- bis dreigeschossigen Alltagsarchitektur jedoch nur wenige konkrete Anknüpfungspunkte, die über die baurechtlichen Rahmenbedingungen hinausgehen. Das Gelände ist nahezu eben. Die fünf Grundstücke befinden sich in einer rund 250 m breiten Wohnzone mit Gewerbe zwischen Dällikon und Buchs, die sowohl im Westen als auch im Osten an die offene Landwirtschaftszone grenzt.

Wir sehen in der Grösse des Gesamtareals das Potenzial, einen eigenständigen Siedlungsbaustein zu entwickeln, der zugleich einen Mehrwert für das Quartier schafft. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Öffnung des Chilenwiesenkanals mit dem kantonal festgelegten, 15 m breiten Gewässerraum. Der so entstehende Grünraum wertet das Wohnen auf, strukturiert das Areal und verleiht ihm eine klare, lineare Mitte. Die kompakten Neubauten sind in diesen parkartigen Freiraum eingebettet.

Um den unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen gerecht zu werden, sind auf den Parzellen 140 und 916 (inklusive Anteil 2344 infolge der Bachöffnung) zwei identische, dreigeschossige Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Die Parzellen der DMAG werden mit zwei viergeschossigen, leicht differenzierten Baukörpern bebaut. Die subtilen Knickungen der Baukörper bilden ein verbindendes Gestaltungselement: Sie ermöglichen eine optimale Ausrichtung der Wohnungen, verzahnen die Gebäude mit dem Grünraum und schaffen fliessende Übergänge zwischen den Bauvolumen. Die voll ausgenutzten Attikageschosse leiten sich formal aus den Regelgeschossen ab und schliessen die Baukörper nach oben prägnant ab.

Die Rückmeldungen aus der Zwischenbesprechung führten zu einer gezielten Weiterentwicklung des Projekts. So wurde die Garageneinfahrt an der Brunnenwiesenstrasse in das Gebäudevolumen integriert und der Durchgang bei Haus B aufgehoben. Die zweite Garagenzufahrt erfolgt nun nicht mehr über In der Gass, sondern über die Alte Buchserstrasse. Daraus ergibt sich eine Neuordnung der Erschliessung sowie der Adressbildung: Die In der Gass wird nicht als primäre Erschliessungsachse verstanden, sondern ist eine von mehreren Zugangsmöglichkeiten und dient vor allem der Erschliessung von Gebäude D. Neu hinzu kommt eine südliche Anbindung an der Alten Buchserstrasse, parallel zur Chilenwiesenstrasse. Dieser Zugang inszeniert den attraktiven, den Bachraum begleitenden Freiraum und führt zum Haus C und weiter zum Siedlungstreffpunkt. In den Gebäuden A und B der DMAG sind im Erdgeschoss Gewerbeflächen vorgesehen, die einen weiteren Zugang begleiten, sich jedoch in erster Linie zur Brunnenwiesenstrasse orientieren.

 

Aufraggeber: Düring Management AG

Auftragsart: Studienauftrag

Nutzung: Wohnen+ Gewerbe

Landschaftsarchitekt: Uniola AG, Landschaftsarchitektur, Zürich

Visualisierung: Nightnurse